30.11.2009 - Quo vadis Minikart-Cup?
Ein Rückblick auf 2009 und ein Ausblick auf die Jahre 2010 und 2011
Von Christian Dischner

Der Minikart-Cup feierte 2009 seine Premiere in der deutschen Kartlandschaft. Eine Serie, die sich gegen etablierte Kinderkartklassen und von Verbänden getragenen Konzepte behaupten musste und konnte.
Die Resonanz war für das erste Jahr in Ordnung. Mit 5 Fahrern in der Jahreswertung war man auf dem Niveau mit anderen Kinderkartserien im Regionalbereich und der andauernde Zuspruch für Konzept und Technik lässt mich in eine gute Zukunft bezüglich der Starterzahlen blicken.
Besonders angenehm überrascht war ich von der familiären Atmosphäre unter den Teilnehmern und deren Eltern. Nicht nur, dass sich gegenseitig auf der Strecke geholfen wurde, auch die Kontaktpflege außerhalb des Sports sorgten für das wohl angenehmste Klima.
Der überragenden Bastian Benz, der aufgrund seiner Erfahrung allen anderen Fahrern immer wieder die Grenzen aufwies, war gern gesehener Konkurrent, der als persönliche Standortbestimmung herhalten musste. Das dies von allen Teilnehmern mit größter Freude und positivem Ehrgeiz durch die ganze Saison gesehen wurde, freute mich besonders, da leider –gerade im Kinderkart- die schnellen Fahrer gerne schlecht geredet werden, um die eigene Unerfahrenheit etwas zu übertünchen.
Auch das Minikart-Camp in Uchtelfangen, für das ich mich auch nochmals hier beim bahnbetreibenden Club MSC Uchtelfangen bedanken möchte, ist mir in freudiger Erinnerung geblieben. Drei Tage Regenwetter und eine solche Bombenstimmung waren super.

Für 2010 wird es einige Regelanpassungen geben, die sich im Gespräch mit den Fahrern und Eltern als erwünscht herausgestellt haben.

Nur noch eine Gewichtsklasse:

Das Mindestgewicht (Fahrer + Kart) liegt bei 100kg.
Die Regelung der 3 Klassen ist zwar nicht aus der Welt, aber ein Starterfeld für das 2010 aus zehn bis fünfzehn Fahrern bestehen soll, muss nicht noch dreimal geteilt werden.

Freistellung der Datenerfassung:

Die Datenerfassung ist grundsätzlich freigestellt, solange es sich im CIK/FIA-Rahmen bewegt.
Das soll aber nicht bedeuten, dass jeder sich genötigt sieht, alle möglichen Sensoren zu nutzen. Der Minikart-Cup soll eine kostengünstige Einsteigerklasse bleiben, in der der Fahrer über die Platzierung entscheidet. Ich bitte dies zu verinnerlichen.

Veranstalterauswahl:

Leider gab es bei verschiedenen Veranstaltern Probleme mit der Organisation. Für 2010 wird mehr auf die Wünsche der Teilnehmer bezüglich des Rennveranstalters gelegt. Näheres dazu sobald die Termine, Strecken und Veranstalter bekannt gegeben werden.

Dass der Minikart-Cup nicht nur in Westdeutschland Zuspruch fand, freut mich sehr und für 2010 bzw. 2011 sind Kooperationen mit eigenen Minikart-Cup Serien bei der Deutsch-Niederländischen Kartmeisterschaft (DNKM) und der Berlin-Brandenburg-Challenge (BBC) geplant.

Ansprechpartner für die DNKM ist Ralf Müller vom KSV Saterland:

Ralf Müller
26655 Westerstede
Tel.: 04409970092
E-Mail: info@technishop24.de

Ansprechpartner für BBC ist Tobias Hamel vom MSC Eberswalde:

Tobias Hamel
16303 Schwedt
hamel1@swschwedt.de

Für die westliche Region wird es auch ein paar Neuerungen geben, so konnte die Firma Masterkart, Saarbrücken, für den Minikart-Cup 2010 begeistert werden und wird ihren Fahrern die Möglichkeit geben, ebenfalls an den Start zu gehen, was hoffentlich zu einer weiteren Vergrößerung des Starterfelds beitragen wird.

Außerdem konnten wir für die Kartmesse in Offenbach (23.&24.1.2010) dank der Firma COMER-TOPKART (Italien) einen Stand organisieren, auf dem das Minikart-Cup Konzept weiter vorgestellt wird.

Zum Schluss möchte ich mich noch bei den Mitwirkenden des Minikart-Cups 2009 in willkürlicher Reihenfolge bedanken:

Christoph Lindig, dem ersten Minikart-Fahrer Deutschlands
Andreas Lindig, für den ersten Minikart-Fahrer Deutschlands und wahre Heimatverbundenheit
Ingo Benz, für das sauberste Kart überhaupt
Bastian Benz, für alles, was du den anderen beigebracht hast
John Voggenreiter, für das breiteste Grinsen nach dem erfolgreichen Rennen auf feuchter Strecke mit Slicks
Ralph Voggenreiter, für die lockere Art, die alle angesteckt hat, und natürlich für Mick
Benjamin Ostermann, für seine schelmische Art
Daniel Ostermann, für die Vorbildfunktion beim Kartcamp
Horst und Brigitte Ostermann, für die Hilfe auf und neben der Stecke
der ganzen Familie Schuster (Beckingen), für F3-Stories, andere Stories und das leibliche Wohl
Bernd Odenbreit, für die Zeitnahme und Ergebniserstellung
Harald Dischner, für die technische Wartung und die vielen Tipps und Tricks
den Veranstaltern ganz allgemein
und nicht zuletzt William Santini und seiner Truppe, für die Produktion der robusten und problemlosen Motore.

Ich hoffe niemand vergessen zu haben, aber als Verantwortlicher des Webinhalts habe ich das bei entsprechendem Hinweis schnell geändert.